{"id":773,"date":"2017-07-11T15:05:58","date_gmt":"2017-07-11T13:05:58","guid":{"rendered":"http:\/\/sveti-nikola.de\/?page_id=773"},"modified":"2018-11-12T19:12:43","modified_gmt":"2018-11-12T17:12:43","slug":"%d1%81%d0%b2%d0%b5%d1%82%d0%b8-%d1%82%d0%b0%d1%98%d0%bd%d0%b8-sakramente","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/sveti-nikola.de\/?page_id=773","title":{"rendered":"\u0421\u0432\u0435\u0442\u0438 \u0442\u0430\u0458\u043d\u0438 &#8211; Sakramente"},"content":{"rendered":"<div style=\"clear:both;\"><\/div><h2 style=\"text-align: center;\"><span id=\"Orthodoxes_Glaubensbuch_-_Das_Sakrament_der_Taufe\" class=\"mw-headline\">Das Sakrament der Taufe<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/sveti-nikola.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/krstenie.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-779 alignright\" src=\"http:\/\/sveti-nikola.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/krstenie-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"515\" height=\"343\" srcset=\"http:\/\/sveti-nikola.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/krstenie-300x200.jpg 300w, http:\/\/sveti-nikola.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/krstenie-450x300.jpg 450w, http:\/\/sveti-nikola.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/krstenie.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 515px) 100vw, 515px\" \/><\/a>Die Taufe ist das Sakrament, in dem der Gl\u00e4ubige durch dreimaliges Untertauchen in Wasser im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes f\u00fcr das fleischliche, s\u00fcndige Leben stirbt und f\u00fcr das heilige Leben des Geistes geboren wird. Die Taufe wird nur einmal vollzogen, so wie der Mensch nur einmal geboren wird. Deshalb ist eine Wiederholung dieses Sakraments nicht zul\u00e4ssig, sogar wenn es von Nichtorthodoxen \u2013 jedoch nach allen wesentlichen Regeln \u2013 gespendet wurde. Das Sakrament der Taufe setzte der Herr selbst ein. Keine einzige christliche Konfession, sogar wenn eine solche fast alle orthodoxen Regeln ablehnt, verwirft die Notwendigkeit der Taufe. Von der Taufe wird im Evangelium klar als von einer notwendigen Bedingung f\u00fcr den Eintritt in die Kirche gesprochen. \u201c<b>Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen\u201d<\/b> (Joh 3,5).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-778 aligncenter\" src=\"http:\/\/sveti-nikola.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/simbolul_credintei-1-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"535\" height=\"355\" srcset=\"http:\/\/sveti-nikola.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/simbolul_credintei-1-300x199.jpg 300w, http:\/\/sveti-nikola.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/simbolul_credintei-1-451x300.jpg 451w, http:\/\/sveti-nikola.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/simbolul_credintei-1.jpg 558w\" sizes=\"(max-width: 535px) 100vw, 535px\" \/><\/p>\n<p>Gew\u00f6hnlich werden bei den Orthodoxen die Kinder getauft, und sie k\u00f6nnen sich an das Sakrament der Taufe nicht erinnern. In unserer Zeit ist es keine Seltenheit, dass Erwachsene getauft werden, f\u00fcr welche die Taufe ein bedeutendes Ereignis ist, an das sie sich stets erinnern. An diesem Tag werden sie zu Mitgliedern der Kirche Christi, \u00e4ndern entschlossen ihr Leben und geben das Versprechen, sich Christus anzuschlie\u00dfen und an Ihn als K\u00f6nig und Gott zu glauben. Aus dem Taufbecken steigt der Mensch neugeboren heraus und l\u00e4sst sein vorhergehendes Leben mit seinen S\u00fcnden zur\u00fcck.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Empfang der Taufe ist zuallererst der Glaube an den Herrn und Sein Heiliges Evangelium erforderlich, aber auch an die Kirche, die Er auf Erden gegr\u00fcndet hat und die Sein Leib ist. Deshalb l\u00e4sst der Priester w\u00e4hrend der Taufe auch das Glaubensbekenntnis sprechen. Wie ist das aber bei Kindern? Sie haben noch keinen bewussten Glauben, und wer kann verb\u00fcrgen, dass sie gl\u00e4ubig aufwachsen? Diese Aufgabe \u00fcbernehmen die Taufpaten, die deshalb bei der Taufe kleiner Kinder unbedingt erforderlich sind. Die Taufpaten haben die Verpflichtung, sich um ihre Taufkinder zu k\u00fcmmern und sie im Geist der Orthodoxie und Fr\u00f6mmigkeit zu erziehen. Um dies versprechen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Taufpaten selbst zumindest getauft und gl\u00e4ubig sein und ein Naheverh\u00e4ltnis zur Familie des T\u00e4uflings haben, da sie ja auch tats\u00e4chlich an seiner religi\u00f6sen Erziehung teilhaben sollen.<\/p>\n<p>Einige werden fragen, ob es nicht besser sei, die Taufe auf eine Zeit zu verschieben, in der das Kind selbst sagen kann, dass es an Gott glaubt. Im Sakrament der Taufe erh\u00e4lt das Kind jedoch eine besondere Gnade, die ihm im Leben hilft. Es wird zum Mitglied der Kirche und kann dadurch an den Sakramenten teilhaben, so auch am Sakrament der Eucharistie, um die Heiligen Gaben Christi zu empfangen. Menschen mit Beobachtungsgabe wissen, welche gro\u00dfer Unterschied zwischen getauften Kindern, deren Eltern sie regelm\u00e4\u00dfig zur Kommunion bringen, und nicht getauften Kindern besteht. Was den Glauben betrifft, so gibt es ihn schon bei ganz kleinen Kindern. Der Glaube wird grundgelegt, bevor wir ihn mit Worten ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, und der kindliche Glaube ist fester und unmittelbarer als der der Erwachsenen, deren Seele mit S\u00fcnden belastet ist. Jedes Kind hat einen Glauben, und die wichtigste Aufgabe der Eltern und Taufpaten ist es, diesen Glauben zu f\u00f6rdern und es nicht zuzulassen, dass er unter schlechtem Einfluss erlischt. Christus bezeichnete den kindlichen Glauben als Vorbild, als er sagte: \u201cWenn ihr nicht &#8230; wie die Kinder werdet, k\u00f6nnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.\u201d Und diejenigen, die den Kindern verboten, zu Ihm zu kommen, erinnerte Er an die Worte des Propheten: \u201cAus dem Mund der Kinder und S\u00e4uglinge schaffst du dir Lob.\u201d Sogar S\u00e4uglinge verherrlichen Gott, und Gott nimmt ihren Lobpreis an. Wie k\u00f6nnen wir uns da widersetzen?<\/p>\n<p>Die Taufe der Kinder war in der Antike mit der Taufe der Erwachsenen verbunden. Schon die Apostel tauften ganze Familien einschlie\u00dflich der Kinder (in der Apostelgeschichte wird die Familie Lydias erw\u00e4hnt, aber auch die des Gef\u00e4ngnisw\u00e4rters Krispus; der Apostel Paulus erw\u00e4hnt die Familie und das Haus des Stephanas). Seit dem V. Jahrhundert wurde die Kindertaufe durch Konzilsbeschl\u00fcsse best\u00e4tigt, bis dahin wurde sie lediglich als Brauch praktiziert, der von den Aposteln ausging.<\/p>\n<h3><span id=\"Die_Vorbereitung_auf_die_Taufe\" class=\"mw-headline\">Die Vorbereitung auf die Taufe<\/span><\/h3>\n<p>In fr\u00fchchristlicher Zeit wurde ein erwachsener Mensch nicht sofort zur Taufe zugelassen. Er wurde ein Jahr oder l\u00e4nger vorbereitet. Diejenigen, die sich auf die Taufe vorbereiteten, wurden Katechumenen genannt, da sie in den Glaubenswahrheiten unterrichtet wurden und es ihnen erlaubt war, an einigen Gottesdiensten und Riten der Kirche teilzunehmen. Heutzutage gibt es in der Kirche keine Regel, Erwachsene auf irgendeine streng festgelegte Art auf die Taufe vorzubereiten, so wie es auch keine Regel gibt, sie alle zusammen an einem Tag zu taufen (fr\u00fcher war ein solcher Tag das Osterfest). Jeder Priester pr\u00fcft gewissenhaft den Glauben und die Absicht des Taufwilligen. Wenn er findet, dass der Taufwerber noch nicht geeignet ist, das Sakrament zu empfangen, dass er keinen Glauben hat und etwa nur aus Neugier getauft werden will, kann und muss die Taufe aufgeschoben werden. Der Priester wird einen solchen Menschen zu einem Gespr\u00e4ch einladen und ihn auf die Aufnahme in die Kirche vorbereiten, indem er ihm die im Glaubensbekenntnis enthaltenen Wahrheiten erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Was muss man f\u00fcr die Taufe vorbereiten? Zuerst braucht man ein Taufkreuz. Man kann es in der Kirche kaufen. Viele haben schon ein Kreuz, oft ist es schon lange im Familienbesitz, oder es ist ein Geschenk. Ein solches Kreuz sollte man vorher dem Priester zeigen, und er wird feststellen, ob es auch richtig ausgef\u00fchrt ist. Das orthodoxe Kreuz hat gew\u00f6hnlich acht Enden, d. h. es hat drei Balken. Der obere ist kurz, auf ihm steht die abgek\u00fcrzte Inschrift \u201cJesus von Nazaret, der K\u00f6nig der Juden\u201d. Der mittlere Balken ist der l\u00e4ngste. Der untere ist schr\u00e4g und ebenfalls kurz, das von uns aus gesehene linke Ende ist h\u00f6her als das rechte.<\/p>\n<p>Die Orthodoxe Kirche lehnt auch Kreuze mit vier Enden nicht ab, sie haben nur einen Querbalken, den langen in der Mitte. Auf dem Kreuz kann der Gekreuzigte dargestellt sein oder nicht. Gem\u00e4\u00df der orthodoxen Darstellungsweise des Gekreuzigten sind die F\u00fc\u00dfe auf gleicher Ebene nebeneinander, gem\u00e4\u00df der katholischen ist ein Fu\u00df \u00fcber dem anderen. Das Kreuz muss an einem Band oder einer Kette h\u00e4ngen. Diese sollte man vorher abmessen, damit sie leicht \u00fcber den Kopf gelegt werden kann.<\/p>\n<p>Man braucht auch ein Taufkleid. Als Zeichen der Reinheit soll es wei\u00df sein. Vor der Taufe legen Kinder und Erwachsene ihre Kleider ab und stehen w\u00e4hrend der Gebete in ein langes Leinentuch (oder eine Decke) geh\u00fcllt, die man besser selbst mitbringen sollte. Auch die Taufpaten m\u00fcssen zur Taufe mitkommen. Nach russischer Tradition gibt es zwei Taufpaten: einen Mann und eine Frau, aber unbedingt erforderlich ist nur ein Taufpate. F\u00fcr einen Buben ist dies ein Mann, f\u00fcr ein M\u00e4dchen eine Frau.<\/p>\n<h3><span id=\"Der_Ritus_der_Taufe\" class=\"mw-headline\">Der Ritus der Taufe<\/span><\/h3>\n<p>Auf dem Taufbecken werden drei Kerzen befestigt und angez\u00fcndet, der Priester kommt in wei\u00dfem liturgischen Gewand zu den T\u00e4uflingen und spricht die Gebete der Namensgebung. Im ersten Gebet wird der Name, der dem Kind gegeben wird, zum ersten Mal genannt. In diesem Gebet bittet der Priester, dass das Licht des Antlitzes des Herrn sich auf dem Kind zeigen m\u00f6ge. Danach segnet der Priester das Kind und bittet den Herrn, dass der T\u00e4ufling das Kreuz, mit dem er \u201cbezeichnet\u201d wird, in seinem Herzen und in seinen Gedanken tragen, das irdische Treiben lassen und die Gebote des Herrn befolgen m\u00f6ge.<\/p>\n<p>Es muss darauf hingewiesen werden, dass in der Orthodoxen Kirche der Brauch gilt, nicht beliebige Namen zu geben, sondern nur Namen von Heiligen. Ein Verzeichnis dieser Namen wird jedes Jahr im orthodoxen Kalender abgedruckt. Deshalb muss, selbst wenn die Eltern einen nicht orthodoxen Namen ausgew\u00e4hlt haben und dieser in der Geburtsurkunde eingetragen ist (z. B. Eduard, Ruslan u. \u00e4.), ein anderer, orthodoxer Name ausgew\u00e4hlt werden. Einige Namen kann man in dieser Liste der Heiligen nicht finden, da sie in der russischen Umgangssprache manchmal etwas ver\u00e4ndert sind. Erwachsene T\u00e4uflinge legen die Kleider bereits zu Beginn der Taufe ab und h\u00fcllen sich in ein Leinentuch oder eine Decke.<\/p>\n<p>Die erste heilige Handlung der Taufe ist die Handauflegung als Zeichen des Schutzes und des Segens. Die Hand des Priesters versinnbildlicht hier die Hand des Herrn selbst, der von nun an den zu Ihm gekommenen Menschen unter Seinen besonderen Schutz und Schirm nimmt. Im Ritus der Aufnahme der Katechumenen gibt es drei Gebete, in denen die Kirche in der Person des Priesters durch den erhabenen und gewaltigen Namen Gottes dem Satan und den unreinen Geistern ihre R\u00e4nke gegen den T\u00e4ufling verbietet und sie fortjagt. Nachdem der unreine Geist verjagt und durch den Namen Gottes beschworen ist, ist es Zeit, dass sich der Mensch selbst von ihm lossagt. Der Priester wendet die Taufpaten und das Taufkind mit dem Gesicht nach Westen, d. h. symbolisch zur Finsternis, in der die b\u00f6sen Geister wohnen, damit sie ihnen direkt, aber schon unter dem Schutz der Kirche entgegentreten. Folgende Fragen m\u00fcssen die Taufpaten bzw. die erwachsenen T\u00e4uflinge kennen, weil man sie bewusst beantworten soll.<\/p>\n<ul>\n<li>Der Priester:\n<ul>\n<li>\u2013 Widersagst du dem Satan und allen seinen Werken und all seinem Dienste und all seinem Gepr\u00e4nge?<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Der T\u00e4ufling oder der Taufpate (an Stelle des Kindes):\n<ul>\n<li>\u2013 Ich widersage.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Frage und diese Antwort werden dreimal wiederholt.<\/p>\n<ul>\n<li>Darauf spricht der Priester:\n<ul>\n<li>\u2013 So blase und spucke ihn an!<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Spucken ist ein Zeichen der \u00e4u\u00dfersten Verachtung. Der Satan ist durch die Kraft Gottes besiegt, der Christ braucht sich vor ihm nicht mehr zu f\u00fcrchten, und als Zeichen daf\u00fcr, dass er die Rache des Satans nicht f\u00fcrchtet, bl\u00e4st und spuckt ihn der T\u00e4ufling oder der Taufpate an (nur andeutungsweise, da es ja ein Symbol ist und die Verachtung nicht von der Menge des Speichels abh\u00e4ngt).<\/p>\n<ul>\n<li>Danach gibt der Priester die Anweisung, sich mit dem Gesicht nach Osten, zum Herrn, zu wenden, und stellt die Frage:\n<ul>\n<li>\u2013 Schlie\u00dft du dich Christus an?<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>T\u00e4ufling oder der Taufpate:\n<ul>\n<li>\u2013 Ich schlie\u00dfe mich an.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Frage und diese Antwort werden ebenfalls dreimal wiederholt. Nach dem Bekenntnis der Treue zu Christus spricht der T\u00e4ufling oder der Taufpate das Glaubensbekenntnis: <b>\u201cIch glaube an den Einen Gott, den Vater, den Allm\u00e4chtigen&#8230;\u201d<\/b> Allen Anwesenden werden brennende Kerzen gegeben, und der Priester singt den Ausruf, mit dem auch die G\u00f6ttliche Liturgie beginnt: <b>\u201cGebenedeit sei das Reich des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit.\u201d<\/b><\/p>\n<p>In der nun folgenden <b>Ektenie<\/b> bittet der Priester darum, dass das Wasser im Taufbecken durch die Kraft, das Wirken und die Herabkunft des Heiligen Geistes geheiligt werde, dass auf dieses Wasser durch Gott die Gnade der Erl\u00f6sung und der Segen des Jordans herabgesandt werden, d. h. jenes Flusses, in dem der Herr getauft wurde. Der Priester betet, dass auf das Wasser die reinigende Kraft der Heiligen Dreifaltigkeit kommen und dass es alle Nachstellungen der sichtbaren und unsichtbaren Feinde abhalten m\u00f6ge. Der Priester betet auch f\u00fcr den T\u00e4ufling, dass er gew\u00fcrdigt werde, teilzuhaben am Tod und an der Auferstehung Christi, des Herrn, und dass er die Gnade der Taufe bewahren m\u00f6ge bis zum furchtbaren Gericht Gottes.<\/p>\n<p>Danach segnet der Priester dreimal das Wasser und bl\u00e4st in Kreuzesform darauf und spricht dabei: <b>\u201cEs m\u00f6gen durch das Zeichen des Kreuzes zerschmettert werden alle (gott-)feindlichen M\u00e4chte.\u201d<\/b> So wird das Wasser geweiht. Der Priester bewahrt in einem besonderen Gef\u00e4\u00df \u00d6l f\u00fcr die Taufe auf. Der Priester taucht einen Pinsel in das \u00d6l und salbt das Wasser kreuzf\u00f6rmig. Danach wendet er sich an den T\u00e4ufling selbst. Er spricht: <b>\u201cGesalbt wird der Diener (die Dienerin) Gottes<\/b> (hier wird der Name genannt, z. B. Alexander) <b>mit dem \u00d6l der Freude, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.\u201d<\/b> Dabei werden Stirn, Brust, Ohren, H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe gesalbt. Die Taufe wird in der Orthodoxen Kirche durch dreimaliges Untertauchen in Wasser gespendet, obwohl heutzutage das Untertauchen, wenn ein gro\u00dfes Taufbecken fehlt, ziemlich oft durch \u00dcbergie\u00dfen ersetzt wird. Erwachsene sollten, wenn es die M\u00f6glichkeit gibt, eine Kirche ausfindig machen, wo ein gro\u00dfes Taufbecken vorhanden ist. Heute gibt es in einigen Kirchen Taufbecken mit Stufen, die das Ausma\u00df eines kleinen Schwimmbeckens haben. So kann man bequem hineinsteigen, und es kann sogar ein gro\u00dfer Mensch durch Untertauchen getauft werden. Sofort nach der Salbung mit \u00d6l nimmt man dem T\u00e4ufling das Gewand ab, der Taufpate f\u00fchrt (oder bringt) ihn zum Taufbecken, und der Priester taucht ihn unter mit den Worten: <b>\u201cGetauft wird der Diener (die Dienerin) Gottes<\/b> (der Name wird genannt) <b>im Namen des Vaters<\/b> (Untertauchen), <b>Amen, und des Sohnes<\/b> (Untertauchen), <b>Amen, und des Heiligen Geistes<\/b> (Untertauchen), <b>Amen.\u201d<\/b> Der Taufpate (oder die Taufpatin) \u00fcbernimmt den T\u00e4ufling vom Priester aus dem Taufbecken. Der Getaufte empf\u00e4ngt nun das Taufkreuz und das wei\u00dfe Taufkleid, die zu diesem Zeitpunkt bereit zu halten sind. Dabei wird das Troparion gesungen: <b>\u201cReiche mir das Lichtgewand, der Du Dich umkleidest mit Licht wie mit einem Gewand, erbarmungsvoller Christus, unser Gott!\u201d<\/b> Dieser Moment ist sehr wichtig. Das helle Hemd oder Kleid symbolisiert das neue Gewand der Seele, das von Gott im Sakrament der Taufe empfangen wurde. Vor dem Beginn der Taufe wurde das alte Gewand wie die S\u00fcndenlast abgelegt, zu der man nun nicht mehr zur\u00fcckkehren soll; aus dem Taufbecken stieg ein neuer Mensch \u2013 er braucht jetzt ein neues Gewand, ein helles und reines.<\/p>\n<h3><span id=\"Kinder_in_der_orthodoxen_Familie\" class=\"mw-headline\">Kinder in der orthodoxen Familie<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-size: 1.8rem;\">Wenn in einer Familie Kinder geboren werden, w\u00fcnschen orthodoxe Eltern, sie bald taufen zu lassen. Den kirchlichen Regeln nach findet die Taufe nicht fr\u00fcher als am 40. Tag nach der Geburt statt, wenn die Mutter schon zu Kr\u00e4ften gekommen ist und das Recht hat, die Kirche wieder zu betreten, nachdem der Priester f\u00fcr sie das Reinigungsgebet gelesen hat.<\/span><\/p>\n<p>Das Kind kann aber auch schon vor dem 40. Tag getauft werden, vor allem wenn es schwach oder krank ist. Wenn das Kind gef\u00e4hrlich krank ist, sollte man einen Priester nach Hause oder ins Krankenhaus rufen.<\/p>\n<p>Im Fall von Todesgefahr kann jeder Christ, die Mutter, Krankenschwester, Hebamme, der Vater oder ein anderer Verwandter das Kind taufen. Dazu muss man Wasser vorbereiten und folgende Worte sprechen:<\/p>\n<p>\u201cGetauft wird der Diener Gottes (den Namen des Kindes nennen) im Namen des Vaters, Amen (Wasser auf den Kopf und den ganzen K\u00f6rper gie\u00dfen), und des Sohnes, Amen (wieder Wasser auf das Kind gie\u00dfen), und des Heiligen Geistes. Amen (nochmals Wasser auf das Kind gie\u00dfen).\u201d So kann jeder orthodoxe Christ die Taufe spenden, wenn bef\u00fcrchtet wird, dass das Kind (oder ein Erwachsener) ohne das Sakrament der Taufe sterben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Wenn sich nach einer solchen Taufe die Gesundheit des Kindes bessert und es stark genug ist, muss man es in die Kirche bringen, damit der Priester das Sakrament durch die notwendigen Gebete erg\u00e4nzt und die Myronsalbung (Firmung) spendet. Wenn das Kind oder der Kranke nach einer solchen Taufe stirbt, muss er nach allen orthodoxen Regeln eingesegnet und begraben werden, und es wird seiner als eines Getauften gedacht, unter Nennung des Namens, den er bei der Taufe erhalten hat. Nat\u00fcrlich sollte man bei erster Gelegenheit davon einem Priester berichten, damit er die Richtigkeit dieser Handlungen beurteilt.<\/p>\n<p>Das Sakrament der Taufe ist ein Ereignis, auf das man sich ernsthaft vorbereiten soll. Zuerst legt man alles Notwendige bereit: ein Kreuz, eine Schnur oder ein Band, an dem das Kreuz h\u00e4ngen wird, und ein wei\u00dfes, nach M\u00f6glichkeit neues Taufhemd. Das Taufkleid zieht der Priester selbst bei der Spendung der Taufe dem T\u00e4ufling an, deshalb muss man es unbedingt in die Kirche mitnehmen. Au\u00dferdem ist eine gro\u00dfe Windel (Leintuch oder Handtuch) n\u00f6tig, in die man das Kind bei der Feier des Sakramentes einwickeln kann. Eine der wesentlichen Bedingungen f\u00fcr die Spendung der Taufe ist das Vorhandensein von Taufpaten. Nach den Regeln der Orthodoxen Kirche braucht ein T\u00e4ufling einen Taufpaten: ein M\u00e4dchen eine Frau, ein Junge einen Mann. Aber nach russischer Tradition gibt es zwei Taufpaten, eine Patin und einen Paten. Es m\u00fcssen dies unbedingt orthodox getaufte und gl\u00e4ubige Menschen sein, da sie nicht nur die Verantwortung auf sich nehmen, den T\u00e4ufling auf seinem Lebensweg zu begleiten, sondern sie sollen ihn auch als guten orthodoxen Christen erziehen, als ein Kind der Kirche. Deshalb ist die Verantwortung gro\u00df, die auf dem Taufpaten liegt, denn er muss beim J\u00fcngsten Gericht f\u00fcr seine Patenkinder Antwort stehen.<\/p>\n<p>Wenn es die M\u00f6glichkeit f\u00fcr zwei Taufpaten nicht gibt, gen\u00fcgt einer. Taufpate kann auch ein Verwandter sein; es soll ebenfalls bedacht werden, dass die Taufpaten in Zukunft nicht mehr in ein anderes Verwandtschaftsverh\u00e4ltnis zum Taufkind und zueinander treten k\u00f6nnen (zum Beispiel heiraten), denn zwischen ihnen besteht eine geistliche Verwandtschaft.<\/p>\n<p>Nach der Taufe verbleibt das Taufhemd im Haus und wird als etwas Heiliges aufbewahrt. Auch das Kreuz ist ein pers\u00f6nlicher heiliger Besitz f\u00fcr das ganze Leben. Von der Taufe an muss es immer beim Kind bleiben, als Schutz und Bollwerk gegen die b\u00f6sen M\u00e4chte.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich empfangen kleine Kinder \u2013 wenn auch nicht mit vollem Bewusstsein \u2013 die Sakramente, denn wenn man sie von klein auf in der Orthodoxie erzieht, schaffen wir damit eine gnadenvolle Atmosph\u00e4re, in der Seele und Geist des Kindes in der Tugend erzogen werden. Wir taufen das Kind in Zuversicht und Glauben daran, dass die Gnade Gottes, die ihm im Sakrament der Taufe geschenkt wird, es immer zum Besten lenken wird. Das in orthodoxem Glauben erzogene Kind bleibt, wenn es erwachsen wird, eine freie Pers\u00f6nlichkeit, die vieles in ihrem Leben \u00e4ndern kann \u2013 zu ihrem eigenen Gl\u00fcck oder Ungl\u00fcck.<\/p>\n<p>Das Fasten beginnt f\u00fcr kleine Kinder nicht sofort. Nach der Meinung vieler geistlicher V\u00e4ter in unserer Zeit ist es angebracht, ein Kind ab dem Alter von drei Jahren allm\u00e4hlich in das gemeinsame Fasten mit einzubeziehen. Zun\u00e4chst betrifft das Fasten des Kindes S\u00fc\u00dfigkeiten und andere Leckerbissen, aber auch Vergn\u00fcgungen. Mit dem Alter von sieben Jahren kann das Kind schon fast vollst\u00e4ndig mit den Erwachsenen mitfasten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Sakrament der Taufe &nbsp; Die Taufe ist das Sakrament, in dem der Gl\u00e4ubige durch dreimaliges Untertauchen in Wasser im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes f\u00fcr das fleischliche, s\u00fcndige Leben stirbt und f\u00fcr das heilige Leben des Geistes geboren wird. 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